republica13-Sketchnotes II: “Aufruf zum metakulturellen Diskurs”

Eine gut besuchte und schon im Vorfeld häufiger genannte Session war der
Aufruf zum metakulturellen Diskurs von Gunter Dueck (hier der Film zu den Sketchnotes).

Ich hatte im Vorfeld bereits etwas vom ihm gesehen und wollte mir mal seine „Perfomance“ in live ansehen. Ich hatte eine ungefähre Vorstellung, was ich zu erwarten hätte und das ist auch eingetreten. In meiner Wahrnehmung ist das Thema (Notwendigkeit einer Metakommunikation/eines Diskurses) nicht neu (das hatte er auch angekündigt, Minute 17:15 im Video), es sind andere Akteure und Themen, die diese Notwendigkeit verdeutlichen. Insofern ist sein Aufruf zum metakulturellen Diskurs sinnvoll. Ich bin mir sicher, dass damit auf der republica nur ein sehr kleiner Teil der zu beteiligenden Akteuere erreicht wurde, aber dies schmälert nicht die Aussagen seines Vortrages.

republica_sketchnotes_03Bei dieser Session konnte ich zum ersten Mal über eine Seite hinaus Sketchnotes erstellen und habe gleich zu Anfang den Fehler des Unvorbereitetseins gemacht (ich hoffe, Herr Dueck verzeiht mir den namentlichen Ausrutscher. Aber es war auch wirklich sehr dunkel, eigentlich stockdunkel, ich kann mir auch gar nicht erklären, wie dieses „e“ dahin rutschen konnte, vielleicht mein Sitznachbar…) 😉

Zu Beginn sprach Herr Dueck über das Thema (Internet verändert Berufe) und verglich die aktuelle Diskussion mit diesen Gummibändern, die zu einem Ball geformt sind (auf meiner Notiz klar zu erkennen).
Alle Akteure haben etwas zu sagen und ziehen ihre Meinung in die entsprechende Richtung. Eine richtige Auseinandersetzung findet nicht statt, höchstens ein Meinungsaustausch ohne Konsequenzen: „Hier ist meine Meinung.“ „(Danke dafür,)* Das ändert aber meine Meinung nicht.“
*meist ist der Ton etwas rauer

Eine hilfreiche Lösung schlägt Herr Dueck vor: Das Ethnozentrische diskutieren (Reden und sich gegenseitige bestärken innerhalb der eigenen Filterbubble) sollte aufgebrochen werden und sich auf ein höheres Niveau begeben, um durch Metakommunikation zu einem wahren Diskurs zu werden (Reden über die Sicht auf die Sache/das Thema).
Ich verstehe das so, meine eigene Meinung nicht nur als Schild vor mir herzutragen und Anderen zu präsentieren, sondern darüber ins Gespräch zu kommen, wie meine Meinung entstanden ist, welche Wertvorstellungen dazu geführt haben und mir dies auch von meinem Gegenüber anzuhören und zu verstehen. Verstehen meint dabei nicht, alles gut zu finden.
Erst dieses Wissen versetzt alle Beteiligten zu einem offenen Diskurs, dessen Ziel es ist, Zukünftiges zu gestalten.
Der bloße Austausch von Meinungen schafft keine gemeinsame Handlungsgrundlage.

republica_sketchnotes_04Im Weiteren beschreibt Herr Dueck anhand bestimmter Begriffe (Macht, Pflicht-Schuld, Erfolg, Sinn, Unabhängigkeit) die Veränderung in Beruf und Gesellschaft. Einige Aussagen ließen sich dabei gut mit Bildern verdeutlichen. Gleichzeitig hatte ich hierbei das Gefühl, nicht alle bedenkenswerten Aussagen aufgenommen zu haben.

republica_sketchnotes_05Mit dem Aufruf, eine sinn-soziale Kompetenzgesellschaft zu bilden und daran aktiv zu arbeiten, beendete ich meine Sketchnotes-Aufzeichnungen, weil ich die Ausführungen zu Innovationen, die sich daran anschlossen, zum großen Teil schon an anderer Stelle gehört hatte.

Fazit: Ich würde, sollte ich mal einen Sketchnotes-Workshop durchführen, einen Vortrag von Herrn Dueck als Übung nutzen. Ich denke, in seiner Art, Dinge zu verdeutlichen stecken viele (positive) Herausforderungen, Dinge zu skizzieren.

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